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Fridays For Future - Es geht um unsere Zukunft!

der Streik für unser Klima

Einige Leser mögen freitags fehlende Mitschüler*innen in ihren Klassen bemerkt haben. Der Grund: Fridays For Future. Aber was steckt dahinter, und warum dürfen oder müssen sie deshalb fehlen?


Unter dem Namen "fridays for future" (kurz: fff) gehen weltweit immer mehr Schüler*innen und Student*innen jeden Freitag auf die Straße, um für eine bessere Klimapolitik zu demonstrieren.

(Da ich ein Teil dieser Bewegung bin, ist der Artikel ab hier aus der Ich-Perspektive verfasst.)

Sei mit dabei, beider nächsten INTERNATIONALEN GROßDEMO am 24.5.19!

Die Demo beginnt um 9 Uhr am Roncalliplatz.

Zur letzten Großdemo am 15.3. versammelten sich 10.000 Menschen, um gemeinsam zu demonstrieren. Der 24. wird bestimmt genauso groß, wenn nicht noch größer! Also kommt alle und seid dabei!

 

Warum während der Schule?

Die Demos finden nicht am Wochenende statt, sondern wie der Name schon sagt freitags. Weil wir dafür die Schule "schwänzen" (Ja! Das ist uns bewusst.), sind diese Demonstrationen eigentlich eher Streiks und werden von den Aktivist*innen auch so genannt. Denn wir bestreiken die Schule, und gehen stattdessen auf die Straße.

Jetzt fragen sich wahrscheinlich einige, warum wir nicht einfach nach der Schule oder an Wochenenden Demonstrationen veranstalten, und die Antwort ist jedem Streikenden bewusst: Es würde uns und vor Allem dem Thema nicht die gewollte Aufmerksamkeit verschaffen. Wir würden wenn wir Glück haben eventuell mal am Rande erwähnt worden sein.

Aber wirklich die Aufmerksamkeit auf ein Problem zu lenken, gelingt indem man eine Regel bricht. Denn damit, dass wir die Schulpflicht verletzen, bekommen wir Aufmerksamkeit und können so Druck auf die Politik ausüben. Denn wir hören nicht auf, bis sich etwas ändert, und dafür müssen die Politiker*innen schnellstmöglich handeln!

Wie Greta sagte, "können wir die Welt nicht retten, indem wir uns an die Spielregeln halten. Die Regeln müssen sich ändern, alles muss sich ändern, und zwar heute.“

 

Keine*r der FridaysForFuture Aktivist*innen möchte sich mit den Streiks gegen die Schulpflicht aussprechen, Bildung ist uns allen wichtig und wir holen den verpassten Stoff nach. Doch wenn wir unsere Meinung nicht auf der Straße sagen dürfen, dann bleibt uns nichts mehr. Wir können noch nicht wählen gehen oder uns zur Wahl aufstellen lassen, also müssen wir versuchen, denen die es können klar zu machen, dass es ein Problem gibt. Und dass Sie diejenigen sind, die dieses Problem aufhalten müssen, um uns eine lebenswerte Zukunft zu verschaffen. Denn der Klimawandel betrifft uns alle!

 

Es ist dringend!!

Der Meeresspiegel steigt immer schneller.

Die Temperatur nimmt immer weiter zu.

Und die Zeit wird immer kürzer.

 

Greta* hat es in einer Rede ganz gut auf den Punkt gebracht:

„Ich will, dass ihr in Panik geratet. Ich will, dass ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag spüre. […] Ich will, dass ihr handelt, als würde euer Haus brennen. Denn es brennt.

 

*(Greta Thunberg ist eine der Ersten fff-Aktivist*innen die auch schon in meinem/unserem Artikel über die Klimakonferenz erwähnt wird. Für mehr Infos über sie, lest also gerne den Artikel.)

 

Um sich klar zu machen, wie dringend es ist muss man wissen: Der Klimawandel wird ab 2030 irreversibel sein, wenn nicht JETZT schnell genug gehandelt wird. Irreversibel bedeutet nicht mehr rückgängig zu machen. Die Temperaturen werden unkontrolliert immer weiter und weiter steigen und dann wird man nichts mehr dagegen tun können, jetzt schon. Das bedeutet noch mehr Dürren und an anderen Stellen Überschwemmungen, wegen des steigenden Meeresspiegels. Beides verursacht Hunger und Flucht und nimmt uns unsere Lebensgrundlage weg. Das wiederum wird der Grund für viele Kriege sein.

Aber wie bereits gesagt: NOCH KÖNNEN WIR ETWAS TUN.

Jede*r kann im Alltag etwas verbessern!

Aber gerade jetzt muss die Poklitik die Initiative ergreifen und endlich ihre Aufgaben erledigen! Sie müssen alles dafür tun, dass wir noch eine Zukunft haben. Du, ich, alle anderen Menschen, alle Tiere alle Pflanzen; die ERDE.

 

Menschen + Umwelt statt Profite!

Leider sind einige der Politiker*innen, die über unsere Zukunft entscheiden, entweder von der Automobil-/Braunkohleindustrie bestochen worden, sitzen in den Aufsichtsräten der großen Konzerne oder sind einfach so ignorant, dass sie sich nicht dafür interessieren, wie es zukünftigen Generationen ergehen wird. Soll unsere Zukunft darunter leiden, dass ein paar Menschen nur ihre Profite und Gewinne im Kopf haben? Nein. Es SOLLTE nicht so sein, aber leider ist das  die Realität. Und weil wir genau diesen Personen klar machen wollen, dass sie den Willen der Allgemeinheit über ihre persönlichen Interessen bzw. die Interessen einiger weniger Konzerne stellen müssen, streiken wir.

Lange genug wurde nichts getan. Lange genug hat man versucht den Klimawandel zu ignorieren. Ginge es der Wirtschaft so schlecht wie unserer Erde, würde überall von einer Wirtschaftskrise die Rede sein. Es würde alles mögliche versucht werden, um diese Krise aufzuhalten.

Überträgt man dieses Szenario auf das Klima, sieht man die Realität. Der einzige und schreckliche Unterschied ist, dass nicht alles mögliche getan wird, um die Klimakrise zu stoppen. Es wird weiterhin um Maßnahmen herumgeredet und nicht gehandelt. Aber WARUM? Warum ist die Klimakrise keine Priorität? Und warum wird sie immernoch nicht als KRISE gesehen? Wie bereits gesagt, liegt dies an dem großen Einfluss der Wirtschaft auf die Politik. Aber die Politik sollte eine Politik für die Menschen sein und nicht für die Konzerne.

Was viele Politiker*innen und Wirtschafts-Menschen nicht bedenken ist: Die Klimakrise wird riesige Wirtschaftskrisen mit sich ziehen, denn wie soll auf einer zerstörten Erde Wirtschaft funktionieren?

Deshalb fordern wir als fff-Köln: "Menschen und Umwelt statt Profite!"

 

...for future

Unserer Bewegung haben sich noch andere neue Bewegungen, wie ParentsForFuture, TeachersForFuture oder ScientistsForFuture angeschlossen. Besonders erwähnenswert sind die ScientistsForFuture, ein Zusammenschluss aus sehr vielen Wissenschaftler*innen, die mit ihrer Forschung unsere Forderungen unterstützen und nachweisen können, dass das 1,5-Grad-Ziel (siehe Artikel über die Klimakonferenz) eingehalten werden muss. Sie können berechnen und erforschen, wann welcher Schritt in Richtung Klimaschutz getan sein muss, um eine lebenswerte Zukunft zu garantieren.

 

Alle Unterstützer*innen sind immer willkommen, jede*r kann sich gerne an unseren Protest anschließen!

Wir hören nicht auf zu streiken und für unsere Zukunft zu kämpfen, bis endlich genug verändert!

 

Weitere Informationen: https://fridaysforfuture.de/

(Auf der Seite sind auch die WhatsApp Gruppen verlinkt, in die alle Infos geschickt werden, also schau gerne vorbei!)

 

Quelle (Zitate v. Greta): https://utopia.de/greta-thunberg-zitate-128025/

ein Artikel von Johanna Bodemer, EF