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Klimakonferenz

COP24 - Katowice, Polen


Vom 2. bis zum 14. Dezember 2018 fand in Katowice in Polen die 24. Weltklimakonferenz (auch COP24 genannt) statt.

 

Was bedeutet überhaupt "COP"?

COP ist die Abkürzung für "Conference Of The Parties", was so viel bedeutet wie  "Vertragsstaatenkonferenz", also eine Konferenz aller Länder, die die UN-Klimarahmenkonvention unterschrieben haben. Das klingt erstmal kompliziert, ist aber eigentlich simpel zu erklären. Die UN-Klimarahmenkonvention wurde 1992 auf dem ersten Erdgipfel in Rio beschlossen und bildet einen Rahmen aus drei Konventionen für eine Klimapolitik.

Die Konventionen sollen sich mit den folgenden drei Problemen beschäftigen:

-Klimawandel

-Artenschwund

-die Wüstenausdehnung / der Verlust von fruchtbarem Boden

 

Konkretere Verträge und Maßnahmen sollten in den ab dann regelmäßig stattfindenden Klimakonferenzen festgelegt werden.

 

Das Pariser Klimaabkommen (2015)

 

Die Klimakonferenz von der sehr oft die Rede ist, ist die 21.COP, welche 2015 in Paris stattfand. Dort wurden sehr wichtige Dinge festgelegt und konkrete Ziele in Form eines Klimaabkommens beschlossen. Die Hauptaussage dieses Abkommens ist die Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 °C, bzw. möglichst 1,5 °C (gemessen an vor-industriellen Werten).

Insgesamt 175 Staaten unterzeichneten dieses Abkommen und verpflichteten sich damit zur Einhaltug dieser Begrenzung bis zum Jahre 2100.

Um diese für unsere Erde wichtige Grenze einzuhalten, müssen die Treibhausgas-Emmissionen enorm reduziert werden. Bis 2050 müssten sie dazu weltweit um 50%, in den Industrieländern (z.B: Deutschland) sogar um 80-90% sinken.

Denn seit Beginn der Industrialisierung ist es global schon 1,2°C wärmer geworden, es "dauert" also nicht mehr lange bis zu den 1,5/2°C.

 

Was wurde 2018 beschlossen?

 

2015 in Paris wurde auch festgelegt, dass bis 2020 alle Staaten ihre nationalen Klimaschutzbeiträge ("NDCs") überprüfen und verbessern sollen. Weitere Verbesserungen sollen ab dann alle fünf Jahre stattfinden.

 

In Katowice 2018 ging es vor Allem auch darum, festzulegen, welche Informationen diese Beiträge enthalten sollen, um die NDCs international vergleichen zu können.

 

Das Ergebnis der 2-wöchigen Konferenz ist also ein Regelwerk.

Dieses Regelwerk soll helfen, das Pariser Klimaschutzziel einzuhalten und vor Allem für mehr Transparenz und Vergleichbarkeit sorgen.

Das sogennante „Paris Rule Book“ beinhaltet beispielsweise die folgenden Normen:

 

-Ein UN-Komitee soll dokumentieren, wie weit die einzelnen Länder ihre selbst gesetzten Emissionsziele einhalten.

 

-Verluste und Schäden, die durch den Klimawandel verursacht wurden, sollen regelmäßig bei Bestandsaufnahmen erfasst werden.

 

-Alle 2 Jahre sollen die Industriestaaten einen Bericht über die finanzielle Unterstützung für Klimaschutz und Anpassung vorlegen.

 

-Standarts und Transparenzregeln zur Erfassung der CO2-Emissionen

 

Mit Hilfe dieser Regeln soll also das Pariser Ziel erreicht werden. Doch die Regeln enthalten noch Lücken und die Entscheidung über einige Uneinigkeiten wurden vertagt.

 

Ein weiteres Problem ist, dass diese "Regeln" keine Pflicht sind. Sie sollen einen Rahmen bilden und dadurch wirksam werden, dass kein Land schlecht darstehen möchte, weil es sie nicht einhält. Wie gut dies funktionieren wird, wird man noch sehen.

 

Wer ist Greta Thunberg?

 

Inzwischen hat wahrscheinlich schon fast jede*r von ihr gehört:

Greta Thunberg.

Greta ist eine 16 jährige Schülerin aus Schweden, die sich sehr stark für den Klimaschutz einsetzt.

Sie hat die globale Schüler*innen Bewegung "fridays for future" begonnen und streikt inzwischen seit 26 Wochen / einem halben Jahr Freitags die Schule, um für eine bessere Klimapolitik zu demonstrieren. Dank ihren Schulstreiks wurde sie auf die Weltklimakonferenz in Katowice eingeladen und hielt dort mehrere sehr bewedende Reden. (https://www.youtube.com/watch?v=HzeekxtyFOY, https://www.youtube.com/watch?v=1Cve4bLDrlM)

Sie sprach darin vor Allem die Politiker*innen an und forderte sie auf, endlich mehr für den Klimaschutz zu tun, um unsere Erde zu retten.

Dabei betonte sie auch, dass es egal sei, wie klein man / ein Land ist, wenn man wirklich etwas erreichen wolle.

 

Die FridaysForFuture Bewegung ist seitdem sehr gewachsen und verbreitet sich auch global immer weiter.

Doch das ist ein anderes Thema. (Ein Artikel dazu kommt bald!)

 

Ein Artikel von Johanna Bodemer


Quellen:

https://www.br.de/klimawandel/un-klimakonferenz-klimagipfel-klimapolitik-klimawandel-100.html

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/klima-und-luft/klimaschutz-weltweit/kattowitz2018/25680.html

https://www.klima-sucht-schutz.de/klimaschutz/klimagipfel/cop24-regelwerk-zum-klimaschutz-verabschiedet/

https://de.wikipedia.org/wiki/UN-Klimakonferenz_in_Katowice_2018

https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-12/un-klimakonferenz-welt-klimagipfel-klimaschutz-kattowitz

https://www.tagesspiegel.de/politik/un-klimakonferenz-in-kattowitz-polen-steht-auf-kohle/23733940.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Zwei-Grad-Ziel

https://www.klima-sucht-schutz.de/klimaschutz/klimagipfel/24-weltklimagipfel-in-katowice-darum-geht-es/

https://unric.org/de/uno-schlagzeilen/28524-gemeinsames-regelwerk-bei-cop24-soll-pariser-klimaabkommen-endlich-verwirklichen-

 

https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Klimaschutz/klimaschutz_in_zahlen_klimaziele_bf.pdf

 

Bildquelle:

https://pixabay.com/de/idee-welt-stift-radiergummi-papier-1880978/