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Referendare adieu!


Am Mittwoch, den 31.10.18 wurden die derzeitigen Referendare verabschiedet, nachdem sie alle ihr zweites Staatsexamen mit Bravour bestanden hatten. Sie verlassen diese Schule sicherlich mit vielen Erinnerungen und seelischen Narben. Um den Abschluss nochmal so richtig geltend zu machen, haben wir sie interviewet.


links: Frau Niedziolka, rechts: Frau Widera

Name: Romina Niedziolka
Geburtstag: 02.10.1990
Sternzeichen: Skorpion
Geburtsort: Düsseldorf
Fächer: Italienisch, Biologie
Hobbys: Lesen, Reisen
Sonstiges: Hat Frau Widera lieb

Name: Sophie Widera
Geburtstag: 08.04.1992
Sternzeichen: Widder
Geburtsort: Neuss
Fächer: Deutsch, Erdkunde
Hobbys: Reisen, Backen, Lesen, Sport
Sonstiges: hat Frau Niedziolka lieb


Wir: Warum haben sie sich entschieden Lehrer zu werden?

Niedziolka: Weil ich unbedingt Italienisch studieren wollte und es relativ schwer ist, wenn man es nicht auf Lehramt studiert hat, eine Stelle zu finden, und weil ich schon als Schülerin gemerkt habe, dass ich meinen Mitschülern gut Dinge erklären konnte, wenn sie Probleme hatten.

Widera: Also ich bin schon immer gerne zur Schule gegangen und hatte in meiner Schulzeit auch unheimlich tolle Lehrer, und ich habe einfach gemerkt, dass ich gerne mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeite.

Wir: Wieso haben sie gerade diese Fächer ausgesucht?

NDZ:Italienisch hatte ich schon in der Schule als Fach und Leistungskurs und es hat mir sehr gut gefallen, deshalb stand von vorneherein die Entscheidung fest, dass ich das gerne weiterhin machen möchte. Bio habe ich mir ausgesucht, weil ich es spannend finde, die Welt und alles, was uns umgibt, damit so ein wenig erklären zu können.

WD:Deutsch habe ich studiert, weil ich zum einen im Deutsch Leistungskurs war, und zum anderen, weil ich schon immer gerne gelesen und über Literatur gespochen habe und die Diskussionen im Kurs mich sehr angeregt haben. Erdkunde habe ich dann gewählt, weil ich unheimlich gerne reise, andere Länder erkunde und fremde Kulturen kennenlerne.

Wir: Was war ihr erster Berufswunsch?

NDZ: Ich glaube ich wollte ins Fernsehen und Komödiantin werden

WD: Es ist mir ein bisschen peinlich, aber ich wollte Eisverkäuferin mit meinem eigenen Eiswagen werden.

Wir: Was mögen sie an ihrem Beruf am meisten?

NDZ: Den Austausch mit den Klassen, zu merken, wie man in so einem Schuljahr zusammenwachsen kann und wie man dann gemeinsam Projekte angehen kann.

WD: Die Teamarbeit im Kollegium, und auch die Arbeit mit den Klassen. Man wächst zusammen, kann sehen wie die Schüler sich mit der Zeit weiterentwickeln und sie dabei begleiten.

Wir: Was mögen sie an ihrem Beruf am wenigsten?

NDZ: Wenn jemand die Arbeit, die man macht, nicht wertschätzt. Also wenn dann so Sprüche gebracht werden wie "Lehrer haben vormittags recht und nachmittags frei".

WD: Ich glaube, vor allem die Vorurteile gegenüber Lehrern, aber auch den Nachmittagsunterricht mit anstrengenden Klassen.

Wir:Was nehmen sie aus dem Rhein-Gymnasium mit?

NDZ: Ganz viel Freude am Umgang mit den Jugendlichen und Erinnerungen an gute Schüler und nette Kollegen.

WD: Viele gute Erinnerungen an Kollegen, die uns unterstützt haben und uns gut ausgebildet haben, und die Aussicht.


Name: Markus Dautzenberg
Geburtstag : 27.02.1991
Sternzeichen: Fisch
Geburtsort: Erkelenz
Fächer: Englisch, Geschichte
Hobbys: Fußball, Serien gucken, Freunde, Lesen
Sonstiges: Keine Angabe

Der Platzhalter für Herrn Dautzenberg


Wir: Warum haben sie sich entschieden Lehrer zu werden?
DAU: Der Grund war, dass ich meine Fächer sehr gerne mag, weil ich sie auch ganz wichtig finde und weil ich sie gerne in der Schule gemacht habe und nach der Schule damit weiterarbeiten wollte. Der Grund, warum ich die Fächer nicht nur studiert habe, sondern Lehrer geworden bin, ist, dass mir das Unterrichten Spaß macht. Zu helfen und unterstützen und zu sehen, dass da was voran kommt.

Wir: Warum haben sie gerade diese Fächer ausgesucht?
DAU: Ich wollte auf jeden Fall eine Sprache machen. Wenn man sonst mathematisch-naturwissenschaftlich interessiert ist, ist das eine Sache, aber die Sprache kann man trotzdem noch nutzen, im Alltag oder Berufsleben. Und Geschichte ist meine Leidenschaft

Wir: Was war ihr erster Berufswunsch?
DAU: Mein erster Berufswunsch war tatsächlich Lehrer.

Wir: Was mögen sie an ihrem Beruf am meisten?
DAU: Am meisten mag ich das Unterrichten. Vor allem, wenn die Schülerinnen und Schüler im Endeffekt sagen, dass es sie weitergebracht und ihnen geholfen hat.

Wir: Was mögen sie an ihrem Beruf am wenigsten?
DAU: 
Am wenigsten mag ich die Aufteilung der Arbeitszeiten. Vieles ist gut planbar, aber wenn man am Wochenende 40 Klausuren auf dem Schreibtisch hat, die bis Montag korrigiert sein müssen, ist das weniger schön.

Wir: Was nehmen sie aus dem Rhein-Gymnasium mit?
DAU: Dass alle Schüler Potenzial haben und niemand von vornherein abgestempelt werden sollte.


Name: Sophie Korbmacher
Geburtstag : 02.04.1990
Sternzeichen: Widder
Geburtsort: Bielefeld
Fächer: Französisch, Geschichte
Hobbys: Fußball, Reisen, Cello spielen
Sonstiges: Keine Angabe

links: Frau Korbmacher, rechts Frau Sittart


Wir: Warum haben sie sich entschieden Lehrerin zu werden?
KBA: Ich hab schon früher immer sehr sehr viel mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet und das hat mir immer viel Spaß gemacht, ich habe vor allem immer meine Fächer schon sehr gerne gehabt und es war mir wichtig, sie weiter zu vermitteln.

Wir: Warum haben sie gerade diese Fächer ausgesucht?
KBA: Es waren eigentlich schon immer meine Lieblingsfächer in der Schule und diejenigen, in denen ich am besten war.

Wir: Was war ihr erster Berufswunsch?
KBA: In der Grundschule wollte ich als erstes Fußballerin werden, das war mein größtes Hobby. Dann habe ich aber schnell gemerkt, dass das für Frauen nicht so lukrativ ist. Und dann eigentlich relativ schnell Lehrerin.

Wir: Was mögen sie an ihrem Beruf am meisten?
KBA: Den Umgang mit unterschiedlichen Individuellen Charaktern und Schülern. Ich finde es toll, dass jede Klasse und jeder Schüler ganz individuell und unterschiedlich ist, und dass die Stunden deshalb auch alle unterschiedlich sind. Auch wenn man dreimal den selben Stoff mit der selben Stufe durchnimmt, sind die Stunden immer anders und jeder Tag ist neu.

Wir: Was mögen sie an ihrem Beruf am wenigsten?
KBA: Zur ersten Stunde aufstehen, früh aufstehen ist nicht so meine Stärke.

Wir: Was nehmen sie aus dem Rhein-Gymnasium mit?
KBA: Also einmal meine nette Referendarsgruppe, mit der habe ich mich einfach gut verstanden und das war eine tolle Zeit, und all die netten Leute, die ich hier kennen gelernt habe. Und vor allem die nette Schülerschaft. Da hoffe ich sehr, dass das in Zukunft auch so ist.


Name: Laura Sittart
Geburtstag : 24.01.1991
Sternzeichen: Wassermann
Geburtsort: Leverkusen
Fächer: Deutsch, Biologie
Hobbys: Tennis spielen, Skifahren, lesen
Sonstiges: bedankt sich für die Zeit am Rhein-Gymnasium

Wir: Warum haben sie sich entschieden Lehrer zu werden?
SIT: Weil man zwei verschiedene Fächer unterrichten kann, die man so im normalen Berufsleben vielleicht nicht miteinander kombinieren kann, und weil man junge Menschen auf dem Weg zum Erwachsenwerden begleiten kann.

Wir: Warum haben sie gerade diese Fächer ausgesucht?
SIT: Deutsch, weil ich einfach sehr gerne lese und es mag, dass man sich in andere Welten und andere Menschen hineinversetzen kann und Bio wegen der ganzen bioethischen Themen, über die man gut diskutieren kann. Und weil man mit schönen Grafiken arbeiten kann.

Wir: Was war ihr erster Berufswunsch?
SIT: Lehrerin. Ich habe tatsächlich schon in der Grundschule Arbeitsblätter mit Bleistift ausgefüllt und wieder leer radiert, damit ich sie wiederverwenden kann.

Wir: Was mögen sie an ihrem Beruf am meisten?
SIT: Dass man mit ganz vielen unterschiedlichen Menschen in Kontakt kommt.

Wir: Was mögen sie an ihrem Beruf am wenigsten?
SIT: Dass der bürokratische Aufwand so viel Zeit und Energie in Anspruch nimmt, die man viel besser in guten Unterricht investieren könnte. Wenn man z. B. keine Klausuren korrigieren oder Elternabende vorbereiten müsste.

Wir: Was nehmen sie aus dem Rhein-Gymnasium mit?
SIT: Eine ganze Vielzahl verschiedener Begegnungen, positiver, negativer und nicht einzuschätzender Natur, und ein sehr nettes Lehrerkollegium.


Name: Michael Schöffski
Geburtstag : 23.04.1978
Sternzeichen: Stier
Geburtsort: Tübingen
Fächer: Englisch, Deutsch
Hobbys: Bergsteigen, Bouldern, Fußball, Freunde, lesen
Sonstiges: nimmt nicht immer alles um sich selbst 100% ernst


Wir: Warum haben sie sich entschieden Lehrer zu werden?
SOF: Ich bin da so ein bisschen reingerutscht. Ich habe irgendwann als Vertretungslehrer gearbeitet und festgestellt, dass ich das eigentlich gerne mache. Es war also keine frühzeitige Karriereentscheidung, sondern eigentlich Zufall.

Wir: Warum haben sie gerade diese Fächer ausgesucht?
SOF: Auch das war keine ganz freie Entscheidung. Also ich liebe Deutsch und Englisch als Sprachen und habe sie studiert, wenn auch nicht ursprünglich auf Lehramt, und dann war ich auf diese Fächer sozusagen festgelegt.

Wir: Was war ihr erster Berufswunsch?
SOF: Ich glaube Fußballspieler.

Wir: Was mögen sie an ihrem Beruf am meisten?
SOF:
Ich mag die Abwechslung. Dass ich mit Fünftklässlern ganz anders arbeite als mit einem LK in der Oberstufe zum Beispiel, und völlig andere Dinge mache. Ich mag die Unabhängigkeit und dass jeder Tag anders ist, und dass ich Dinge selber bestimmen kann und nicht von neun bis fünf irgendwo im Büro sitzen muss.

Wir: Was mögen sie an ihrem Beruf am wenigsten?
SOF:
Zu viel Korrigieren. Also ich finde Korrigieren in Ordnung, weil es halt Teil des Berufs ist, wenn dann aber Klausurphase ist und ich zu viele Klausuren zu Hause habe, ist das nicht gerade angenehm.

 Wir: Was nehmen sie aus dem Rhein-Gymnasium mit?
SOF: Auf jeden Fall eine Schule, die eine große Vielfalt besitzt, das ist nicht an jedem Gymnasium so. Und eine Schule, an der man viele Dinge sieht, die man sonst am Gymnasium nicht unbedingt so sieht, mit Vor- und Nachteilen. Ich finde es aber eine sehr ehrliche Schule, man hat das Gefühl, sie steht im Leben und ist nicht einfach ein abgeschlossener Raum.


Name: Diana Haiduk
Geburtstag : 08.10.1990
Sternzeichen: Waage
Geburtsort: Düren
Fächer: Mathe, katholische Religion
Hobbys: Lesen, Schlafen
Sonstiges: Die anderen Referendare haben ihr das Referendariat um einiges schöner gemacht


Wir: Warum haben sie sich entschieden Lehrerin zu werden?
HAI: Ich mag Schule. Ich war immer total gern in der Schule und wollte auch gar nicht weg. Ich habe früher auch Nachhilfe gegeben und immer wenn meine Nachhilfeschüler etwas verstanden haben fand ich das sehr toll und war sehr glücklich, und deshalb hab ich mir gedacht ich werde Lehrerin, scheinbar kann ich ja ein bisschen Mathe erklären, dann mache ich das doch.

Wir: Warum haben sie gerade diese Fächer ausgesucht?
HAI: Ich mache unglaublich gerne Mathe, also es liegt mir einfach und ich mache das gerne. Und Religionslehre, da bin ich erst so über zwei Ecken dran gekommen. Ich hatte sehr guten Reliunterricht an meiner Schule und wollte es immer als Drittfach machen. Ich hatte eigentlich Mathe und Latein. Aber Latein war dann in der Uni so schwer, dass ich dann das Fach gewechselt und dann Reli genommen habe, da es auch so ein Fach ist das nicht alle mögen, da dachte ich muss guter Reli unterricht her.

Wir: Was war ihr erster Berufswunsch?
HAI: Lehrerin. Früher Grundschullehrerin, dann habe ich aber ein Praktikum an einer Grundschule gemacht und fand es da doch ein wenig zu chaotisch, also bin ich ans Gymnasium gegangen.

Wir: Was mögen sie an ihrem Beruf am meisten?
HAI: Entweder das Wort „Ah“ im Matheunterricht, wenn man merkt, da hat es geklickt, oder wenn man wirklich das Gefühl hat, dass die Schüler Spaß dran haben. Oder wenn man von den Schülern positive Rückmeldung bekommt, es ist wirklich schön, wenn man das Gefühl hat, die finden das auch gut was man macht.

Wir: Was mögen sie an ihrem Beruf am wenigsten?
HAI: Genau das Umgekehrte, also wenn die Schüler gar keinen Bock haben. Wenn sie wirklich gar nicht anfangen wollen und laut sind, oder wenn die die ganze Zeit reinrufen und man nicht gegen die Laustärke ankommt . Die Lautstärke ist, glaube ich, das Schlimmste, wenn man nach sechs Stunden Unterricht nach Hause kommt und hat so ein Klirren in den Ohren.

Wir: Was nehmen sie aus dem Rhein-Gymnasium mit?
HAI: Ganz viele tolle Lehrer, die ich auch als Kollegen vermissen werde. Die Schüler sind hier ganz besonders,  ich könnte, glaube ich,  keinen Schüler nennen, den ich nicht irgendwie ins Herz geschlossen hätte, vor allem meine eigenen Klassen. Ganz viele Erfahrungen, und das Rheinufer. Also nur ganz viele positiven Erfahrungen mit Schülern und Lehrern.


Name: Christian Reimann
Geburtstag : 29. 09. 1983
Sternzeichen: Waage
Geburtsort: Köln
Fächer: Geschichte, Englisch
Hobbys: Klavier spielen, singen (Chor)
Sonstiges: Keine Angaben


Wir: Warum haben sie sich entschieden Lehrer zu werden?
REI: Für mich ist es einerseits spannend, mich mit den Fächern, die ich studiert habe, zu beschäftigen, und andererseits das Wissen, was ich in diesen Fächern habe, auch weiterzugeben. Ich finde es aber auch schön mit jungen Menschen zusammenzuarbeiten. Ich würde zum Beispielsehr ungern rein wissenschaftlich arbeiten, da mir die Zusammenarbeit mit Menschen fehlen würde.

Wir: Warum haben sie gerade diese Fächer ausgesucht?
REI: Die Fächer haben mich schon in meiner Schulzeit interessiert, waren auch meine Leistungskurse, und ich fand Englisch und Geschichte schon immer eine gute Kombination. Naturwissenschaftliche Fächer haben mich zum Beispiel nicht so sehr gereizt, dass ich etwas in der Richtung hätte studieren wollen, dementsprechend habe ich mich einfach für die Fächer entschieden, für die ich selber Interesse hatte.

Wir: Was war ihr erster Berufswunsch?
REI: Ich würde sagen, dass ich mir tatsächlich schon recht früh überlegt habe Lehrer zu werden. Wenn ich so zurückdenke, würde ich sagen, dass der Lehrerberuf mein erster Berufswunsch war.

Wir: Was mögen sie an ihrem Beruf am meisten?
REI: Wie ich schon sagte, den Kontakt zu jungen Menschen, weil ich dann eben auch so eine gewisse Persönlichkeitsentwicklung mitbekomme. Da spielen ja die unterschiedlichsten Sachen eine Rolle im Leben, und dass ich da eventuell auch ein wenig erzieherisch mitwirken kann, finde ich ganz spannend, auch wenn es natürlich herausfordernd ist.

Wir: Was mögen sie an ihrem Beruf am wenigsten?
REI: Ich finde es natürlich schwierig, wenn ich das Gefühl habe, die Schüler nicht zu erreichen. Und was ich gar nicht mag, ist respektloses Verhalten, auch wenn ich gelernt habe damit umzugehen. Vor allem ist es dann auch eine gewisse Herausforderung, so etwas dann nicht persönlich zu nehmen.

Wir: Was nehmen sie aus dem Rhein-Gymnasium mit?
REI: Was ich mitnehme ist dieses Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft, was ich insgesamt als sehr positiv erlebe. Ich weiß, dass es  gewisse unterschwellige Konflikte immer noch gibt, aber insgesamt halte ich das an dieser Schule für ganz gut gelungen. Ich denke, diese Schule spiegelt die Realität der Gesellschaft ganz gut wieder.


Interviews: Carolina Küpper
Bilder: Carolina Küpper
Bearbeitung: Carolina Küpper